Der Herrgott hat wahrhaftig den größten Tiergarten

 

Meine Güte bin ich genervt, sag ich Ihnen. Wissen Sie, wir haben nämlich in unserer Nachbarschaft jetzt so eine „Ichlaufmichfitundernährmichgesund“-Tussi, die den ganzen langen Tag nichts anderes zu tun hat, als an unserem Gartenzaun vorbeizuhecheln. Unser Hund, der Rex, der ist schon ganz deppert. Der kläfft sich noch die Lunge aus dem Hals, weil dieses Weibsbild anscheinend mit den Hühnern aufsteht und wie eine betrunkene Langhalsgiraffe ständig an uns vorbeizieht. Lust hätte ich und würde ihr meine eingefrorenen Semmelknödel an den Kopf werfen. Aber das wäre ja eine fürchterliche Verschwendung. Nur wegen der blöden Kuh? Nee!

Na, jedenfalls hab ich jetzt so viele Viecher aufgezählt, da könnte man glatt Lust auf einen Zoobesuch bekommen. Aber soll ich Ihnen was sagen? Man braucht gar nicht weit fahren für so einen Besuch. Unten am Chamer Regenufer zum Beispiel, bei der Wasserwirtschaft, da sind ganz viele lustige Viecherl. Die einen, diese Alpakas oder wie die heißen, die erinnern mich immer an den … na, wie heißt er doch gleich, na an diesen Ami da …wissens schon! Na, am besten ich fahr gleich mal hin und zeig sie Ihnen!

So, da sind wir schon. Hier in der Wasserwirtschaft, da ist immer was los, das können Sie mir glauben. Und essen kann man da erst gut! Apropos – wo wir gerade schon davon reden. Gegen ein anständiges Mittagessen hätte ich jetzt auch nichts. Mir knurrt eh schon lange der Magen. Ist ja kein Wunder, wenn diese halb verhungerte Kuh da immer am Gartenzaun rumrennt, gell? Doch bevor ich in die Gaststätte reingehe, zeig ich Ihnen jetzt erst mal die Viecherl. Schauen Sie nur – hier sind meine Lieblinge. Da komm her … putt putt … Ah, falsch – die hören bestimmt auf was andres. Und da hinten, da kommt der, der wo dem Politiker so gleich schaut – zumindest, wenn sie ihm nicht gerade sein Pony geschnitten haben. Dem könnt man auch seine Haare quer über den Kopf kammpln. Kammpln? Trumpln? Na, jetzt hab ich´s: Trump hoast der Depp – ja genau! Und soll ich Ihnen was sagen? Haben Sie sich schon mal von dem so eine TV-Debatte angeschaut? Also ich mein so ganz genau? Wenn man nämlich dicht genug an den Bildschirm rangeht, sieht man, wie der Trump genauso spuckt wie so ein Alpaka. Ernsthaft!

Aber jetzt lassen wir das mal lieber, denn bei dem Thema vergeht mir sonst noch der Appetit. Am besten, ich suche mir gleich einen schönen Tisch in der Stube. Vielleicht habe ich ja Glück und ergattere noch einen gemütlichen Platz. Dort in der Mitte, der ist doch schnucklig! Was? Ja ja, der Tisch natürlich – obwohl, der junge Mann, der dort sitzt, ist auch nicht zu verachten. Wenn Sie wissen, wie ich das meine. Ich setz mich einfach mal dazu. „Griaß de, is da no frei? - Ah, des is aber freundlich!“

Ja, was schreibt denn der immer in seinen Block? Das lässt mir jetzt keine Ruhe. Ich frag den einfach.

„San Sie Schriftsteller?“

„Was, Sie san Reporter? Von was für a Zeitung denn? Ah, geh! Des trifft sich ja ganz gut. Jetzt hören Sie mal gut zu, ich habe da nämlich gleich eine gute Story für Sie auf Lager! Also: In meiner Nachbarschaft da is nämlich neuerdings so a bleede Kuah de ….“

 

 

 

Kommentar von Brucki Film  

Die Welt

Antwort von Gabriele Kiesl

Servus Brucki,

meintest Du ...die Welt?

Kommentar von Ernst Nigl  

Schöne und lustige Geschichten der
Rosa Gmeinwieser, die vielleicht gesprochen auch gut ankommen würden.
Weiter so.
LG

Antwort von Gabriele Kiesl

Servus Ernst,

danke für Dein positives Feedback. Die Idee für eine vertonte Geschichte auf unserem Blog finden wir gar nicht so schlecht! Wir denken darüber nach.

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#7 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
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Dem Kammerherrn sei Dank

von Gabriele Kiesl  

Also Leut, jetzt muss ich euch kurz mal was erzählen. Wie ihr ja wisst, spiele ich doch jedes Jahr in Furth im Wald bei den Drachenstich Festspielen mit, gell? Ihr ahnt ja nicht, was mir da bei der letzten Aufführung passiert ist.

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Was für ein Theater!

von Gabriele Kiesl  

Jetzt stellen Sie sich mal vor – ich spiele jetzt Theater! Aber wenn Sie jetzt meinen, dass es sich dabei nur um eine windige Rolle in einem Kindertheater handelt, bei der ich lediglich als tattrige Großmutter oder so durchs Bild laufe, dann haben Sie sich getäuscht.

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Urlaubspost

von rmadmin  

So leid es mir tut, aber ich brauchte dringend mal ordentlich viel frische Luft und deshalb bin ich mit meiner Tochter Milka und ihrer Freundin ab zum Meer. Sollen meine Männer doch ruhig mal sehen, wie sie ohne mich zurechtkommen.

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A Pfund afd Händ

von rmadmin  

Also, eins sag ich Ihnen: In Cham ist einfach immer was los. Egal zu welchem Wetter, an welchem Wochentag, oder zu welcher Jahreszeit. Hier steppt der Bär – wie man so schön auf Neudeutsch sagt. Warum, fragen Sie?...

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von Gabriele Kiesl  

Also, das gibt´s doch gar nicht! Kaum geht es meinem Alois endlich wieder besser, muss ich mich um den nächsten Kranken kümmern – und das, obwohl ich bei ihm gar keine Voodoo-Puppe benutzt habe.

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Bluadiga Voodoo

von Gabriele Kiesl  

Unzählige Krampusse, Perchten und Hexen trieben sich auf dem Platz herum und gruppierten sich um die BluadigeLuzier. Es war ein wahrhaftig schauriges Erlebnis, sag ich Ihnen. Ungeheuerliche Fratzen blickten mich an, eine schrecklicher wie die andere. Gruselige Geräusche paarten sich mit Nebelschwanden, die sich dicht am Erdboden breitmachten.

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Schwammerl und Leberkas

von Gabriele Kiesl  

Eigentlich wollte ich es meinem Mann wegen dem Schafkopfen letztens ja gehörig heimzahlen. Ich spielte mit dem Gedanken seine Modelleisenbahn-Landschaft zu fluten oder die Holzkugel-Sitzauflage für sein Auto zu verstecken...

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Wenn man nicht alles selber macht...

von Gabriele Kiesl  

Was ich heute gemacht habe? Na, Sie sind gut – sauber natürlich! Nein, nicht nur bei mir zu Hause. Wo denken Sie hin? Überall. Ich kann gar nicht anders. Schließlich bin ich eine Hausfrau vom alten Schlag und nicht so eine wie in dieser Frauchenwechseldich-Sendung aus dem Fernsehen. Die tauschen nicht die Frauen – sondern ihren Dreck. Vor allem aber ihre dreckige Wäsche, und damit mein ich keine Kleidungsstücke. 

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