Wenn man nicht alles selber macht!

Was ich heute gemacht habe? Na, Sie sind gut – sauber natürlich! Nein, nicht nur bei mir zu Hause. Wo denken Sie hin? Überall. Ich kann gar nicht anders. Schließlich bin ich eine Hausfrau vom alten Schlag und nicht so eine wie in dieser Frauchenwechseldich-Sendung aus dem Fernsehen. Die tauschen nicht die Frauen – sondern ihren Dreck. Vor allem aber ihre dreckige Wäsche, und damit mein ich keine Kleidungsstücke. Aber lassen wir das, das geht mich ja nichts an. Ich jedenfalls kann gar nicht anders, als alles um mich herum sauber zu halten.

Hier zum Beispiel vor dem Biertor lege ich manchmal auch selbst Hand an. Sie wissen ja sicher – wenn man nicht alles selber macht. Heute zum Beispiel, da habe ich schon die ganzen Spinnweben in den Ecken unseres Stadtwahrzeichens weggefegt. Zum Glück waren die fleißigen Arbeiter des Stadtbauamtes gerade dabei, die Laternenbeleuchtung zu kontrollieren. Da hab ich mir gleich ihre Leiter geschnappt und die lästigen Dinger entfernt.

Die achthaxigen Viecher hab ich auch gleich mit entsorgt. Überall spinnen die rum, anstatt dass sie uns die lästigen Mücken vom Hals halten! Wenn ich mich zum Beispiel auf mein Lieblingsbankerl ans Regenufer setze  ... ich sag`s Ihnen. Grausam. Wirklich! Einen Hugel nach dem anderen hab ich schon im Gesicht. Und jucken tut das – furchtbar.

Aber ich will nicht jammern. Ich bin ja schon froh, dass es dieses Jahr kaum Wespen gegeben hat. Wissen Sie, mein Alois, der hat nämlich eine Allergie. Wenn den auch nur eines dieser gestreiften Mistviecher sticht, dann bleibt dem die Luft weg. Na gut, manchmal könnte man so eine Situation schon nutzen – zum Beispiel wenn ich ihn um Erlaubnis fragen möchte, mir eine neue Tasche kaufen zu dürfen oder so. Zumindest solange ich das Gegengift in der Hand halte, würde er bestimmt schneller zustimmen.

Aber wie gesagt, das nutzt mir jetzt dieses Jahr alles nichts – denn es gibt heuer kaum Wespen. Im Fernsehen haben sie letztens erzählt, dass die Wespen im Frühjahr ersoffen sind. Ich frag mich - wo, denn eigentlich hat´s dieses Jahr gar nichts gegeben. Kaum Schnee oder Sturm, wenig Regen und schon gar keinen Sommer im Sommer, aber jetzt im Fast-Herbst, da hat uns der Petrus dann doch noch eingeheizt. Fast zu schön heute, um sauber zu machen, aber wenn ich dann so etwas sehe …

Überall liegt Müll am Boden. Schauen Sie sich doch mal um – wer soll denn das alles aufräumen? Also, wenn ich die Rotznasen erwische, die das hier hingeworfen haben, dann lass ich sie zur Strafe bei mir in der Küche arbeiten. Und das eine garantiere ich Ihnen – wenn ich mit denen fertig bin, dann essen sie sicher keine Pizza aus der Schachtel mehr. Sondern einen anständigen Schweinebraten mit einem handgedrehten Knödel. Und glauben Sie mir – meine Knödel haben bisher noch jeden bekehrt. So oder so – ich genieß jetzt noch das wunderschöne Wetter. Mein Biertor ist wieder herausgeputzt, der Müll entsorgt, die Spinnen vertrieben – was will Frau Gmeinwieser mehr vom Leben?

Kommentar von Hans  

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